digitale Inklusion bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten

Liebe Blogleser,

LRS, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Teilleistungsstörungen, mangelnde Lese- und/oder Schreibkompetenz…das sind einige „Umschreibungen“ für ein Phänomen, dass ich in den nächsten Wochen (Monaten? Jahren?) näher untersuchen möchte…oder um es genauer zu sagen: Ich möchte den Fokus darauf legen, ob und welche Möglichkeiten es mit digitalen Technologien gibt, die Chancenungleichheit im Unterricht abzubauen und diesen Kindern eine gerechte, inklusive Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.

Natürlich gibt es bereits einige Ansätze, die – zumindest bei diagnosizierter LRS – den Kindern (und Jugendlichen) eine Gleichstellung vorzugaukeln, z.B. durch (teilweise) Notenbefreiung, Textoptimierung, Bewertung mündlicher Leistungen, Zeitzugaben etc…aber was ist zB mit rechenschwachen Kindern? Diese gibt es ja offiziell nicht, demnach auch keine Gleichbehandlung *ironie off* … oder wie sieht es bei LRS-Kindern mit Chancengleichheit in anderen Schulfächern aus? Auch in Mathematik kommt man nicht weit, wenn man über differente Sinneswahrnehmungen verfügt.

Ich möchte allerdings keine Debatte über Gerechtigkeit oder Sinnhaftigkeit auslösen. 

Vielmehr interessiert mich etwas anderes: oftmals zeigen betroffene Kinder eine exzellente Computeraffinität. Sie können sich über einen erstaunlich langen Zeitraum konzentrieren, wenn sie am Bildschirm arbeiten. Sie entwickeln eine hervorragende Kreativität, erkennen Algorithmen und haben sichtlich Spaß am Lernen und/oder Lesen. Bislang gibt es allerdings wenig Literatur zum Einsatz digitaler Medien bei LRS.

Deshalb mein kleiner Aufruf: Falls ihr Studien/Erfahrungsberichte oder Literatur zu diesem Thema (digitale Inklusion) kennt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr diese mit mir teilt.

Abschließend möchte ich mich noch für all die lieben Kommentare, Nachrichten und Emails bedanken, die mich aufgrund meines letzten Posts erreicht haben. DANKE!!! Ihr seid einfach der Hammer!!! Mit einer solchen Ressonanz habe ich weder gerechnet, noch sollte diese ein Auslöser sein.

In diesem Sinne:

Danke, Danke, Danke,

eure Silva

 

 

 

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Umgang mit Social Media – eine Gratwanderung

Liebe Blogleser,

 

Vielleicht hat sich der eine oder andere gewundert, warum es in den letzten Monaten so ruhig bei mir war. Ich habe mir selber eine Social Media Pause auferlegt, um für mich einen Weg zu finden, wie ich einerseits ein besseres Zeitmanagement aufstellen kann und andererseits wie ich mit manchen Nachrichten umgehen sollte. Gerade wenn es auf die Prüfungen zugeht, erreichen mich täglich bis zu 30 Nachrichten zum Ablauf von Prüfungen, Inhalten etc…Anfangs habe ich jede Nachricht sehr ausführlich beantwortet und auch zusammenfassende FAQ-Videos zu den häufigsten Fragen auf Youtube bereitgestellt. Als ich nun aufgrund privater Umstände (2 Jobs, Doppelstudium, 2 Kinder) einige Nachrichten nicht mehr so ausführlich oder etwas zeitverzögert (2-3 Stunden nach Eingang) beantwortet habe, bekam ich teilweise doch recht schroffe Antworten zurück. Auch kann ich individuelle Einzelfallfragen oder Fragen zum Masterstudium nicht beantworten bzw. möchte ich dazu keine Informationen weitergeben, die ich nicht zu 100 % mit Sicherheit kenne. Ich bin auch nur „ganz normale“ Biwistudentin im B.A. Studiengang und beziehe meine Informationen ebenfalls nur von der Homepage. Ich kann nur immer wieder betonen, dass alle Mitarbeiter (mit denen ich bislang zu tun hatte) sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig sind und lege daher jedem nahe, selbst anzurufen und die entsprechenden Fragen abzuklären. Auch Fragen nach Berufsperspektiven und Anerkennung des Studiums kann ich nicht beantworten, da diese auch abhängig vom jeweiligen Bundesland sind und oft weitere individuelle/biographische Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Ein weiterer Punkt, der mich einige Zeit beschäftigt hat, ist ein gewisser Forderungsaspekt einiger Studierender. Ich habe meine Zusammenfassungen etc. alle selbst in meiner Freizeit erstellt und mit euch kostenfrei geteilt ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität (einige Studienbriefe wurden ja inzwischen überarbeitet). Dennoch erhalte ich immer wieder Nachrichten, dass weitere Unterlagen für die Klausurvorbereitung von mir erstellt werden sollen oder warum noch keine aktualisierten Versionen hochgeladen wurden etc…meistens ist der Ton dabei ziemlich neben der Spur. An manchen Tagen sehe ich darüber hinweg und schiebe es beiseite. An anderen Tagen ärgert mich das schon, da mit einer gewissen Hartnäckigkeit darauf bestanden wird, dass neues „Material“ abgeliefert wird. Ich war schon fast soweit, alle Materialien wieder aus dem Netz zu nehmen. Aber ich denke, dass das gegenüber denjenigen, die meine Zusammenfassungen nutzen auch nicht fair ist. Ich kann nur nochmals betonen: Ich nehme kein Geld für meine Arbeit und habe diese Zusammenfassungen, Mindmaps und Lernapps als Grundlage für meine eigene Klausurvorbereitung genutzt.

Bitte seid also so fair und verkneift euch lieber einen Kommentar statt nur zu kritisieren oder tut dies zumindest in einem angemessenen Ton.

Was Videos betrifft, weiß ich noch nicht, wie es weitergeht. Mir fehlt schlicht und ergreifend einfach die Zeit, die von mir bereits absolvierten Module noch einmal aufzuarbeiten. Jetzt schreibe ich nur noch Hausarbeiten und ich weiß nicht, ob es da überhaupt sinnvoll ist, Videos zu machen…

Nun aber genug gejammert…und auf zum Wesentlichen:

Ich konnte letztes Semester Modul 2 A – qualitative Sozialforschung erfolgreich abschließen und beschäftige mich dieses Semester mit den Modulen 3 A (Mediale Bildung und Medienkommunikation), 3 B (Praktikumsmodul) und 3 C (Heterogenität und Schule). Während ich mich im letzten Semester sehr schwer damit getan habe, welche bildungswissenschaftlichen Felder mich überhaupt richtig interessieren, habe ich endlich meine „Bestimmung“ gefunden – hoffe ich 🙂 . Bisher war es immer so, dass ich das Gefühl hatte, in viele Bereiche nur reingeschnuppert zu haben aber von nix wirklich Ahnung hatte…ich fand vieles spannend aber viel zu weitreichend und konnte mich einfach nicht festlegen, welches Feld ich eigentlich genauer untersuchen möchte. Auch beruflich fehlte mir bislang jegliche Perspektive, worauf ich mich spezialisieren möchte oder wohin die Reise führen soll. Jetzt bin ich auf einen Bereich gestoßen, für den ich wirklich brenne – eine Art „Handwerkszeug“, in das ich mich reindenken kann und was ich weiterverfolgen möchte. Ich kann euch in einem anderen Blogbeitrag gern etwas mehr dazu schreiben, falls euch das interessiert. Vielleicht findet ihr es auch spannend, wie ich überhaupt vorgehe, um mir dieses Feld zu erschließen.

Jobmäßig bin ich nach wie vor an der Grundschule als Bufdi tätig und ich liebe meinen Job. Ich mag mir noch gar nicht vorstellen, dass meine Zeit dort bald vorbei ist. Schon verrückt, wie schnell man sich an seine Schüler gewöhnt. Ich kenne jeden einzelnen inzwischen in einem Großteil seiner Persönlichkeit samt familiären Umfeld, Hobbys und Freizeitaktivitäten. Für viele Schüler bin ich eine Art Vertrauensperson geworden und durch meine Stellung – weder Fachlehrer noch Involvierter – suchen viele SuS meinen Rat auf oder vertrauen mir persönliche Dinge an. Das ist eine sehr faszinierende Erfahrung – v.a. wenn man merkt, dass man die SuS auch ein Stück weit begleitet in ihrer Persönlichkeitsentfaltung.

Seit August arbeite ich auch als wissenschaftliche Hilfskraft an der FernUniversität in Hagen und bin in ein Forschungsprojekt involviert. Genaueres dazu kann/darf und möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten – nur soviel: auch diese Tätigkeit ist absolut spannend und eine tolle Erfahrung.

Ich wünsche allen, die bereits vor ihren neuen Studienunterlagen sitzen ein spannendes und erfolgreiches Semester und wünsche euch alles Gute,

eure Silva

 

 

Lebenszeichen, Zeitmanagementchaos und Perspektiven

Liebe Blogleser,

lange Zeit war es sehr still hier auf meinem Blog und auch neue Videos gab es schon längere Zeit nicht mehr.  Das tut mir sehr leid, war aber zeitlich in den letzten Wochen nicht machbar. Ich möchte euch in diesem Blogbeitrag heute berichten, was in den letzten Wochen mein Leben geprägt hat, was ich mir für dieses Semester vorgenommen habe und wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

Vor geraumer Zeit habe ich euch geschrieben, dass ich jetzt als Bundesfreiwillige an einer Grundschule tätig bin. Dieser Job brachte für mich einige gravierende Herausforderungen mit sich. Den meisten von euch ist die momentane Lehrermangelsituation sicherlich bekannt und auch ich habe jetzt hautnah erlebt, wie katastrophal der Zustand tatsächlich ist. Bin ich bisher noch davon ausgegangen, dass dieser Zustand in den Medien etwas dramatisiert wurde, musste ich nun einsehen, dass es eher noch beschönigt wurde. Und so wurde ich von der ersten Woche gleich als Vertretungslehrer eingesetzt. Natürlich habe ich mich anfangs sehr darüber gefreut und war mit Herzblut und Freude sofort bei der Sache. Ich habe jedoch rasch festgestellt, dass zwischen meinen Erfahrungen als Nachhilfelehrerin und der Tätigkeit als Lehrende vor einer Schulklasse Dimensionen liegen. Was anfangs noch eher den Charakter von Ausprobieren und Improvisieren hatte, stellte sich rasch um auf gezielte, binnendifferenzierte Unterrichtsvorbereitung, Umgang mit Konfliktsituationen und Klassenzimmermanagement. Die größte Herausforderung für mich war dabei, einen Mittelweg zwischen „freundschaftlichem Umgang“ und „Autoritätsperson“ zu finden. Während meiner Tätigkeit als Nachhilfelehrerin habe ich sehr viel Wert auf Zwischenmenschlichkeit gelegt. Ich habe jeden einzelnen Schüler sehr ernst genommen und mich auch individuell auf die jeweilige Gefühlslage eingestellt. Dies ließ sich so nicht übertragen. Zudem hat natürlich auch jeder Lehrer seine eigenen Unterrichtsmethoden und ich habe schnell gemerkt, wie sehr die SuS auf „ihren“ Lehrer geprägt sind. Mich in diese neue Situation einzuarbeiten, war sehr zeitintensiv aber auch gewinnbringend für mich. Ich habe meine eigenen Methoden, aber auch mein Erscheinungsbild und Autreten vor den Schülern kritisch überdacht und insofern waren diese Erfahrungen auch sehr förderlich für meine eigene Persönlichkeitsentwicklung. Die Krankheitswelle scheint erst einmal vorüber zu sein, sodass ich jetzt erstmals Zeit habe, mich wieder um die Uni zu kümmern.

Zusätzlich zu den Vertretungsstunden habe ich eine Computer-AG geleitet und dafür ein Konzept erarbeitet, Arbeitsblätter erstellt und auch hier gemerkt, dass zwischen Planung und Umsetzung erhebliche Differenzen bestehen…da gab es v.a. technische Schwierigkeiten, wenn die PCs falsch konfiguriert waren oder Programme plötzlich deinstalliert wurden, die Kinder ausversehen während des Arbeitens falsche Befehlstasten gedrückt haben oder Einstellungen verändert haben oder wenn der mühsam geschriebene Zweizeiler, den es anschließend zu formatieren galt plötzlich unwiderruflich gelöscht wurde. Aber auch diese Erfahrungen waren Gold wert, da ich diese Hürden bei der Planung der weiteren Stunde berücksichtigen konnte und Ansatzpunkte lieferten, was ich anders machen könnte.

Die Tätigkeit an der Schule hatte auch Auswirkungen auf mein Studium bzw. die Themenfindung für meine Hausarbeiten. So bin ich auf ein Phänomen aufmerksam geworden, dass mir zuvor gar nicht so bewusst war. Es gibt derzeit kontroverse Meinungen, wie man SuS Lesen und Schreiben beibringen kann und „meine“ Schule unterrichtet nach der Fibelmethode während viele andere Grundschulen aus der Umgebung nach der Methode Lesen durch Schreiben lehrt. Dies wollte ich gern als zentrales Thema meiner Hausarbeit untersuchen und habe mich – trotz des begrenzten Zeitbudgets – intensiv in die Thematik eingelesen. Eine Lehrerin, die sich bereit erklärt hat, mit mir das Interview durchzuführen, hatte ich auch schon, sodass ich gedanklich schon halb am Schreiben der Hausarbeit war. Leider ist es gerade eine ungünstige Zeit…Zeugnisse müssen geschrieben werden, es finden viele Elterngespräche statt und die Lehrer sind sehr damit beschäftigt, einerseits „ihre“ Klasse zum Abschluss zu führen, andererseits aber auch die folgende Klassenstufe vorzubereiten…lange Rede, kurzer Sinn: Die Lehrerin hat nun doch keine Zeit mehr und meine Seifenblase ist geplatzt. Das war vor einer Woche. Diese Tatsache hat mich natürlich sofort demotiviert und ich wollte am liebsten das Modul canceln…aber ich schiebe Modul 2 A nun schon so viele Semester vor mir her, dass ich es endlich abhaken will. Wie vom Schicksal gelenkt, bin ich eher zufällig auf ein anderes interessantes Themenfeld gestoßen und nun scheint alles seinen Lauf zu nehmen. Vielleicht sollte es einfach so sein. Auf jeden Fall freue ich mich, jetzt ein Thema gefunden zu haben, das mich noch mehr fasziniert und ich bin seit gestern enthusiastisch bei der Sache 🙂 .

Geplant sind weiterhin die Module 3 A (Medienkommunikation) und 3 C (Heterogenität und Schule) aber da habe ich bislang nur sehr vage Ideen. Oberste Priorität hat erst einmal das Modul 2 A.

Wann es die nächsten Videos geben wird, weiß ich noch gar nicht. Das kann recht fix gehen, wenn ich das Gefühl habe, es könnte auch für andere Mitstudierende interessant sein, es könnte aber auch noch etwas dauern. Bei den Hausarbeitsmodulen ist es ohnehin sehr schwierig mit den Videos, da jeder mit seinem individuellen Thema beschäftigt ist und seinen eigenen Weg gehen muss. Wir werden sehen, was mir dazu einfällt. Videos zu den vergangenen Modulen wird es vermutlich erst einmal keine neuen geben, da ich mich erst einmal auf meine aktuellen Module konzentrieren muss.

 

Vergesst nicht, euch bis zum 15.6. 2017 für eure Prüfungen anzumelden!!! Es gibt kein Pardon, wenn ihr diese Frist versäumt. Abmelden könnt ihr euch im Zweifel später immer noch.

 

Ich wünsche allen viel Erfolg im Studium, den Klausurschreibern viel Durchhaltevermögen beim Lernen und den Hausarbeitenschreibern ein Quentchen Glück beim Thema und Schreiben.

 

Bis demnächst,

eure Silva

 

 

 

Sei vorbereitet! – Christian Spannagel zu Gast an der Universität Leipzig

Im Rahmen des Lehr-Lern-Projektes „ICM in der Lehramtsausbildung – Entwicklung und Umsetzung eines Pilot-Seminars nach dem Inverted Classroom Model“ der Universität Leipzig stellte Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Prorektor für Forschung. Medien und IT die Methode des Flipped Classroom allen Interessierten vor.

ICM Leipzig

 

Nach einer kurzen Vorstellung rief er zur aktiven Teilnahme des Auditoriums auf. So wurden die Anwesenden  angehalten, zu klassischen, dozentenzentrierten Vorlesungen Stellung zu nehmen. In Zweiergruppen wurden Pro- und  Contra – Argumente gesammelt und anschließend gemeinsam zusammengetragen.

Ähnlich verläuft eine Vorlesung nach dem Konzept des Flipped Classroom bei Prof. Spannagel, die jedoch als „aktives Plenum“ bezeichnet wird. Zur Vorbereitung auf das Plenum sehen sich die Studierenden Lehrvideos an und lösen selbstständig Aufgaben zum Thema. Im aktiven Plenum bleibt somit Zeit und Spielraum, häufig auftretende Fragen zu klären und wichtige Inhalte zu vertiefen. Dabei steht immer die Aktivität der Studierenden im Vordergrund.

Christian Spannagel wies auf vermeintliche Fehler hin, die man als Dozent in der Einführungsphase dieser Lehr-Lern-Methode vermeiden sollte, damit die Studierenden vorbereitet im Plenum erscheinen. So ist es ratsam, die Vorbereitungsvideos nicht noch einmal zusammenzufassen oder nachzufragen, wer sich vorbereitet hat, sondern vielmehr von vorneherein voraussetzen, dass die Anwesenden vorbereitet sind.

Bezugnehmend auf die Zielgruppe der Lehramtsstudierenden zeigte Prof. Spannagel ebenfalls Einsatzmöglichkeiten von Videos in Schulen. So können diese beispielsweise im Rahmen des Stationenlernens, in Lernbüros oder zum Nachschlagen integriert werden. Wichtig ist, dass immer Lernstrategien mit vermittelt werden und die Methodik eingeübt wird: je früher, je besser. Auch rät er dazu, keine reinen Erklärvideos einzusetzen, sondern Impulsvideos, die zum Nachdenken anregen und zur Eigeninitiative anregen.

Anschließend konnten die Teilnehmer gemeinsam Fragen entwickeln, die sich ihnen im Zusammenhang mit dem Konzept des Flipped Classroom beschäftigen. Es wurden viele Fragen aufgeworfen, zum Beispiel zur Motivation der Studierenden, sich wirklich auf die Vorlesung vorzubereiten oder wie mit unvorbereiteten Studierenden verfahren werden könnte. Alle Fragen wurden ausführlich beantwortet und die Erfahrungen, die Prof. Spannagel zur Akzeptanz der Methode seitens der Studierenden im Rahmen seiner Tätigkeit gesammelt hat, geschildert.

Es war ein sehr spannender Vortrag, der bei den Teilnehmenden auf regen Zuspruch traf.

Für alle, die am 21.04.2017 nicht „live“ dabei sein konnten oder die sich den Vortrag erneut ansehen möchten, wird es zeitnah ein Video dazu geben. Der Vortrag wurde live gestreamt und zeitnah zur Verfügung gestellt. Ich werde den Stream hier verlinken, sobald er online ist.

 

 

 

Eine Ära neigt sich dem Ende zu…

zumindest schließt sich ein Kapitel endgültig. Heute kam das letzte Paket im Rahmen meines Bachelorstudiums Bildungswissenschaften an der Fernuni Hagen. Insgesamt schmücken nun also 57 Studienbriefe meinen Bücherschrank…

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Der Plan für das kommende Jahr ist gut gefüllt. In den nächsten zwei Semestern möchte ich mein Studium abschließen und es stehen noch die folgenden Module an:

  • Modul 2 A: Empirische Bildungsforschung – Qualitative Methoden (schiebe ich seit 3 Semestern vor mir her)
  • Modul 3 A: Mediale Bildung und Medienkommunikation
  • Modul 3 B: Praxis der Mediendidaktik
  • Modul 3 C: Heterogenität und Schule

Mein Plan sieht also vor, dass ich noch 4 Hausarbeiten schreiben werde, bevor dann das Meisterwerk 😉 ansteht.

Als ich noch in der ersten Studienphase war, konnte ich es kaum erwarten, endlich Hausarbeiten zu schreiben…inzwischen wünsche ich mir regelrecht die Klausuren zurück.

Falls Ihr euch fragt, warum es zur Zeit etwas ruhiger bei mir geworden ist…ich surfe derzeit auf verschiedenen Datenbanken und Onlineportalen durch die Gegend, sammle Ideen, massenhaft Literatur und lese, lese, lese …

Allen, die sich noch auf ihre nächsten Klausuren freuen dürfen: genießt es!!! Es ist schneller vorbei, als euch lieb sein wird 🙂

 

 

 

 

es wird Frühling an der Fernuni Hagen …

… zwar leider noch nicht im Sinne frühlingshafter Temperaturen und Sonnenschein –

dafür aber im Sinne des Erblühens erster Erneuerungen.

Seit einiger Zeit plädiere ich immer wieder für eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Studierenden und nun wurden gleich zwei Konzepte entwickelt, die einen großen Schritt in Richtung Kollaboration darstellen: der PfadLerner und die offene Lernplattform wurden zum Leben erweckt und ich möchte euch an dieser Stelle eine kurze Vorstellung der neuen Tools geben. Beide befinden sich noch in einer Art Beta-Phase und müssen noch an einigen Stellen verbessert werden – doch dazu wäre es schön, wenn sich viele beteiligen und ihre Erfahrungen mit einbringen würden.

Denn Kollaboration bedeutet gemeinschaftliches Arbeiten …

… und erst die Vernetzung und das Zusammenbringen vieler Ideen und Erfahrungen bringen einen bemerkenswerten Mehrwert zustande.

Beginnen möchte ich mit dem Pfadlerner der FernUniversität in Hagen .

Angelehnt an der Prinzip des Geocachings besteht hier die Möglichkeit, eigene Touren zu erstellen und an selbstgewählten Stationen Aufgaben zu hinterlassen, die dann von anderen gelöst werden können. Dieses Tool lebt von möglichst vielen Touren, die angelegt werden können. Erste Umsetzungsversuche sind bereits gestartet und durch die Sammlung von Erfahrungswerten kann es weiter verbessert werden. Gern seid ihr eingeladen, alle eure Erfahrungen in diesem Dokument zu sammeln, damit Schwachstellen identifiziert werden können und ggf. ausgebessert werden.

Weiterführende Informationen zum Pfadlerner findet ihr auch hier: Pfadlerner der Fernuni Hagen .

 


 

Eine weitere spannende Neuerung ist die offene Lernplattform der Fernuni Hagen .

Diese steht zudem allen Interessierten – auch außerhalb der Fernuni Hagen – offen und dient dem gemeinsamen Austausch. Auf dieser Plattform werden u.a. sogenannte MOOCs, d.h. massive open online courses angeboten. Das bedeutet, dass sich jeder Interessierte online und kostenfrei weiterbilden kann, indem er sich in einen solchen Kurs einschreibt. Desweiteren besteht die Möglichkeit, gemeinsam Wikis zu stellen, d.h. Interessierte können gemeinsam Dokumente erstellen, bearbeiten und kommentieren und somit ein eigenes Sammelsurium an Wissen erarbeiten, das letztendlich für alle von großem Nutzen ist. Es gibt auch ein Einstiegstutorial nach dessen erfolgreichem Abschluss Badges, also eine Art Belohnungsabzeichen winken:

badges

Schaut gern mal rein und beteiligt euch gern mit. Ich würde mich sehr darüber freuen!!!

Alles Liebe,

eure Silva

 

 

 

Loslassen fällt schwer…das Festhalten an Illusionen leider auch…

In wenigen Tagen ist es soweit…die Klausuren stehen an. Für viele wird es die erste große Hürde sein, die sie im Studium überwinden müssen. Und so schleichen sich unweigerlich tausend Fragen in den Kopf: Was wird mich erwarten? Wie wird die Prüfung ablaufen?

Habe ich genug gelernt – und vor allem: Habe ich das Richtige gelernt?

Je näher der gefürchtete Tag X rückt, desto wirrer werden die Gedanken…Eine Mischung aus Panik und Hoffnung macht sich breit. Panik, noch rechtzeitig die letzten Lerninhalte zu verinnerlichen –  Hoffnung, darauf zu vertrauen, was man bereits kann.

Oftmals leidet unter diesem – selbst auferlegten – Stress das gesamte Umfeld mit. Man ist gereizt, nervös und schlecht gelaunt. Nicht selten verliert man den Blick für das Wesentliche und zerstört so unbewusst und beiläufig  genau die Strukturen und Leitlinien, die einem fernab der Prüfungszeit Halt, Sicherheit und Zufriedenheit verschaffen.

Auch wenn es schwerfällt mit Blick auf den Kalender, sollte man versuchen, loszulassen…

Loslassen von dem krampfhaften Versuch, genau das nachzuholen oder aufzuholen, was man im Laufe des Semesters eigentlich schaffen wollte. Loslassen, von dem nächtelangen Lernen, schlaflosen Nächten und gedankenversunkenen Hineinleben in den Tag. Oftmals hält man an der Illusion fest, dass ein kleines Wunder geschieht. Das plötzlich die Erleuchtung kommt, der Stoff im Gedächtnis verankert bleibt und die Tage plötzlich drei Stunden länger werden. Und es fällt ebenso schwer, sich einzugestehen, dass auch diese Illusionen nur Wunschdenken bleiben werden.

Allen, die sich jetzt vielleicht in diesen Zeilen wiedererkennen und sich sagen, dass sie aber genau diesen Zustand nicht ändern können, dass sie jede freie Minute für das Lernen aufwenden müssen, um eine reelle Chance zum Bestehen der Klausur zu haben, sei gesagt:

Nehmt euch bewusst eine Auszeit.

Gönnt euch einen Nachmittag mit eurer Familie, euren Freunden oder einfach für euch selbst. Vergesst für einen Nachmittag die Ängste, Sorgen und den Zwang, unbedingt weiterlernen zu müssen…und genießt diesen in vollen Zügen: ohne schlechtes Gewissen, ohne Blick auf die Uhr und wirklich: ohne Lernen.

Tankt Kraft und Energie, streichelt eure Seele und atmet bewusst auf…diese Zeit, die ihr jetzt wirklich nur in euch und euer Wohlbefinden investiert, wird sich doppelt und dreifach positiv auszahlen. Plötzlich sind die Kraftreserven wieder aufgetankt und vielleicht bringt der Abstand doch unverhofft die langersehnte Erleuchtung. Vielleicht werden auf einmal Zusammenhänge klarer, der Lernstoff strukturierter und der Optimismus wieder größer.

In jedem Falle solltet ihr euch immer im Klaren darüber sein:

Es ist „nur“ eine Klausur.

Der Fortbestand der Welt hängt nicht von dem Ergebnis dieser Prüfung ab, die Erde dreht sich weiter…aber die Liebsten um euch herum werden es euch danken, wenn ihr wieder zu euch selbst findet und die Situation sich entspannt…

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine nach bestem Wissen und Gewissen entspannte letzte Prüfungsvorbereitungszeit und

Toi Toi Toi,

eure Silva